Auf den Hund gekommen – Teil 8

Text von Andrea Keller

Was kann ich tun, damit es in der Hundebegegnung besser klappt?

Diese Frage stellen mir ganz oft Hundehalter, und deshalb habe ich mich entschieden, etwas genauer auf das Thema “Hundebegegnung” einzugehen. Grundsätzlich ist es wie in allen Bereichen so, dass wir als Hundehalter eigentlich nur das Beste wollen. Und da fängt es auch schon an. Denn unsere Hunde reagieren auf das, was wir Menschen ihnen “bieten”… Sie werden von uns in die Situationen gebracht. Sei es bewusst oder zufällig.
Hunde würden die meisten konfliktreichen Situationen meiden.
Leider sehe ich immer wieder, wenn der Hund an extrem kurzer Leine, im Stechschritt, viel zu dicht an einem anderen Hund vorbeigezerrt wird. Gern noch mit dem Befehl “FUßßß”…und vielleicht noch mit einem ordentlichen Ruck an der Leine, welche auch am Halsband hängt. (Thema Halsband oder Brustgeschirr ist ein separates Thema). Dieses Szenario ist tagtäglich zu beobachten und jetzt meine Frage…

  • Lernt der Hund so, geschmeidig an lockerer Leine zu laufen ?
  • Wird es dadurch besser ?
  • Was sagt euer Bauchgefühl, wenn ihr so agiert?
  • Fühlt sich das wirklich gut an?

Was wäre denn, wenn es eine andere Möglichkeit gäbe?
Auf eine Art und Weise, dass ich keinen Druck auf meinen Hund ausüben brauche?Dass ihr statt gegeneinander, lieber miteinander und als Team eine Hundebegegnung meistern könnt?!

Ein respektvoller und achtsamer Umgang mit meinem Hund fördert nicht nur das Vertrauen, sondern stärkt die Bindung ungemein. Denn Hunde haben Gefühle und Emotionen, die sie uns auch durch ihre Körpersprache mitteilen.

Mein Buchtipp:

Wenn diese jedoch stumpf übergangen werden, kann keine Besserung eintreten.
Ein Umdenken ist nicht schwer und ich habe es in meiner Vergangenheit leider auch nicht besser gewusst. Mir wurde auf dem Hundeplatz eingebläut, dass ich der Rudelführer und die Dominante sein muss. Dass mein Hund mir sonst irgendwann auf der Nase rumtanzen würde und alles aus dem Ruder läuft, wenn ich ihm nicht immer wieder zeigen würde, dass ich das Sagen habe. Ich war 14 und habe das damals nie hinterfragt. Das war so und so hat man das gemacht. Heute könnte ich mich dafür in den A☆☆☆ treten, dass ich nicht auf mein Bauchgefühl gehört habe. Aber einem Experten/Profi widerspricht man ja nicht. 🤷‍♀️

Heute 35 Jahre später, weiß man es besser.
Warum also weiterhin ein altes, verstaubtes Wissen weiterhin benutzen?
Das neueste Handy tragen, aber noch altbacken den Hund erziehen ….passt doch gar nicht in die heutige Zeit, oder?

Trainieren statt dominieren ist mein Motto. Denn unter Stress und Angst, kann kein Lebewesen vernünftig denken oder gar lernen. Wenn du nachhaltig eine positive Veränderung erreichen möchtest, dann reflektiere als erstes dein Tun und Handeln. Brauchst du dann Hilfe, lade ich dich ein, mit mir einen neuen Ansatz der Erziehung zu finden.

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Mehr zu Andrea Keller und zur Keller Dog Academy erfahrt ihr in unserem exklusiven Interview.

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