Gut zu wissen – Teil 6

Autopistas – In Deutschland zahlt man als PKW-Fahrer keine Autobahngebühr. Wer in Spanien das Land mit dem Auto bereist, sollte darauf achten, dass Autopistas meist gebührenpflichtig sind. Vor allem die Küsten-Autobahnen sind nicht gerade günstig. Dennoch gibt es immer Ausweichmöglichkeiten auf die Bundesstraße, die „Nacional“ genannt wird oder auch auf die Autovias, die umsonst sind.

Spanische Hochzeiten – Immer wieder ertappe ich mich, vor allem an Samstagen, wie ich mit weit aufgerissenem Mund vor einer Kirche stehe und die Hochzeitsgäste anstarre. Was einer royalen Hochzeit ähnlich kommt, ist bei spanischen Hochzeiten gang und gäbe. Die Kleider der weiblichen Hochzeitsgäste übertrumpfen so manches Hochzeitskleid. Nicht zu vergessen den prächtigen Haarschmuck, welcher manches Gesicht völligst verdeckt. Diese, im spanischen sogenannten Tocados, können den Preis eines Kleides schon überschreiten. Spanische Hochzeiten haben auch keine Spiele, wie Holz sägen vor der Kirche oder ähnliches. Hier dreht es sich häufig nur ums essen, trinken und tanzen und das ausgiebig. Bei einer abendlichen Hochzeit kann es  vorkommen, dass der letzte Gang gegen 23:00 Uhr  serviert ist. An Stimmung fehlt es bei den spanischen Hochzeiten in der Regel nicht. Von Jung bis Alt sind sie alle mit dabei und feiern ausgiebig bis in die Puppen.

Mittagstisch – Bei uns in Deutschland besteht der Mittagstisch meist aus einem kleinen und schnellen Imbiss. Oft wird die Tupperdose, mit bereits vorgekochtem Essen oder einem Salat im Büro ausgepackt und vor dem Computer gegessen.  Entscheidet man sich doch mal das Büro zu verlassen, gibt es meist ein schnelles Gericht im Restaurant. Hier in Spanien besteht der Mittagstisch oft aus einem üppigen 3-Gänge-Menü. Von Montag bis Freitag wird in den meisten Restaurants ein Menü del dia angeboten. Je nach Restaurant erhält man drei große Portionen, was direkt in die Sobremesa führt, da man erst einmal verdauen muss, bevor es ans Eingemachte geht und man sich wieder ins Arbeitsleben stürzt.

Zahnfee – Beim ersten Ausfall der Milchzähne kommt bei uns in Deutschland zu den meisten Familien die Zahnfee. Hier in Spanien kommt  die Zahnmaus, Ratoncito Perez. Eine lustig kreierte Zahnmaus sammelt die Milchzähne aller Kinder ein und verwandelt sie in wunderbare Geschenke, um den Verlust  zu versüßen und so angenehm wie möglich zu machen.

Té und Infusión – Bestellt man in Spanien eine Tee wird man gefragt, ob man einen Té oder eine Infusión haben möchte. Beides sind Aufgussgetränke, nur das Tee, im spanischen té, den Wirkstoff Teein enthält und Infusion eben nicht. Wenn man in Spanien eine Infusion bestellt, dann handelt es sich um Kräutertee.

Kinderfreundlichkeit – Vor allem Familien mit Kinder merken bei ihrer Ankunft in Spanien die Freundlichkeit und Herzlichkeit, die Spanier den Kindern entgegenbringen. Bei schreienden und quengelnden Kindern im Restaurant bekommt man oft  neben den Aufmunterungs-und Bespaßungsversuchen des Kellners noch Lollis, Stifte oder andere Bestechungssüßigkeiten umsonst serviert. Schiefe Blicke sind hier die absolute Ausnahme.

Freitag der 13. – Was bei uns als absoluter Unglückstag, als Freitag, der 13. bekannt ist, ist für den Spanier  Dienstag, der 13. Im spanischen sagt man: El martes, ni te cases, ni te embarques, ni de tu casa te apartes, was soviel heißt wie, „Heirate nicht, gehe nicht auf Reisen und geh nicht außer Haus.“ In diesem Sinne, wer in Spanien lebt, sollte Dienstag, den 13. im Hinterkopf behalten und keine wichtigen Verhandlungen vornehmen und Verträge unterzeichnen. 😉

Das Hausschuhtema – Besitzt der Spanier Hauschschuhe? Sehr häufig besuche ich Freunde, die zu Hause mit den Straßenschuhen, passend zu ihrem Outfit, herumlaufen. In Deutschland werden die Straßenschuhe hingegen oft fein säuberlich vor der Haustüre oder am Eingang platziert und beim Betreten des Hauses sofort die Hausschuhe angezogen. Ein Spanier erzählte mir mal, das man die Hausschuhe erst dann anzieht, wenn man den Schlafanzug anhat. Wie ist das bei euch?

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