La Routa de los Árboles – Weltreise

Ein Weltreise ohne ins Flugzeug zu steigen. Wir haben hier in Valencia die Kontinente vor der Haustüre und können somit die Welt bereisen. In den Jardines del Real oder auch Viveros, wie der Valencianer diese Parkanlage nennt, stecken so einige internationale Schätze. Der Rundgang der “botanischen Weltreise” beginnt am Eingang der Avenida de los Poetas und führt in die Royalen Gärten von Valencia, Jardines del Real (Viveros). Überzeugt euch selbst von der Vielfalt und Schönheit dieser Meisterwerke.

Die Weltreise beginnt!

Punkt 1 – Los geht es direkt in AUSTRALIEN, um genau zu sein in Nordaustralien. Am Eingang findet sich der Titan unter den Bäumen von Valencia, die großblättrige Feige (Higuera australiana). Sie hat einen Stamm von einem Durchmesser von 7,4 Metern und ist damit der dickste Baum auf dieser Route. Auffallend sind die zahlreichen Brettwurzeln, die der Stamm bildet und auch die weit ausladende Krone. Besonders alte Exemplare der großblättrigen Feige können eine Größe von bis zu 60 Metern erreichen.

Quelle: Valencia für Deutsche – Higuera australiana

Punkt 2 – Weiter geht unsere Reise nach AFRIKA. Hier entdecken wir die Dattelpalme (Palmera Datilera). Die Frucht der Dattelpalme, die Datteln, sind als Grundnahrungsmittel im Norden Afrikas bekannt. Ihre Palmblätter stellen ein Symbol des Triumphes dar. Noch heute werden sie zur Herstellung von Körben verwendet. In Spanien sind sie vor allem zur Osterzeit weit verbreitet, wo sie einen hohen Stellenwert bei den Prozessionen einnehmen und wunderschöne Kunstwerke aus geflochtenen Palmblättern entstehen lassen. Mit 24 Metern ist es der höchste Baum dieser Weltreise.

Punkt 3 – Weiter geht es zur Kanarischen Kiefer (Pino Canario). Sie ist auf den Kanarischen Inseln zu finden und stellt dort wirtschaftlich eine der wichtigsten Arten dar. Vom 16. bis zum 18. Jahrhundert gewann man aus ihr eine Art Teer, um die Rümpfe der Boote wasserdicht zu machen. Die Lebensdauer wir auf bis zu 300 Jahre geschätzt.

Punkt 4 – Als nächstes gelangt man zum europäischen Zürgelbaum (Almez). Das natürliche Verbreitungsgebiet ist der Süden Europas, in Teilen Afrikas sowie in der Türkei. Der deutsche Name stammt aus Südtirol, wo seine Früchte Zürgeln gennant werden. Die essbaren Früchte werden für Backwaren und Süßspeisen verwendet. Interessant ist, dass der Baum der Familie der Hanfgewächse zugerechnet wird.

Punkt 5 – Die Reise führt weiter nach ASIEN zum Echten oder Edlen Lorbeer (Laurel Llorer). In der Antike hat man damit noch die Kaiser gekrönt. Heute hat man ihre Verwendung als Gewürzpflanze in der kulinarischen Küche gefunden. Als Heilpflanze dient sie als Magenstärkungsmittel, Appetitstimulator und regt die Verdauung an. Der echte Lorbeer kann eine Wuchshöhe von bis zu 10 Metern erreichen. Seinen Ursprung hat er in Vorderasien, er hat sich über den Mittelmeerraum bis nach Nordamerika verbreitet.

Punkt 6 – Wir bleiben in Asien und entdecken den Cóculo (Cocculus laurifolius). Er ist von langsamem Wachstum gezeichnet und weist gewundene Stämme auf. Er wächst im Dschungel von China und Japan und erreicht eine Höhe von bis zu 18 Metern.

Punkt 7: Die Kalifornische Washingtonpalme (Palmera de California) und die mexikanische Washingtonpalme (Palmera Mexicana) führen uns nach AMERIKA. Der ursprünglich in Mexiko heimische Baum kann eine Höhe von über 20 Metern erreichen. Die Palme zeichnet sich durch einen schmalen und sehr hohen Stamm aus. Ihre Blätter sind bis zu 1,5 Meter groß. Die Frucht ist dunkelbraun, fast schwarz. Der Name ist zu Ehren des Präsidenten George Washington gewählt worden.

Punkt 8 – Von Amerika geht es wieder nach Asien zum Japanischen Schnurbaum (Árbol de las Pagodas). Seinen Namen hat er den mehrgeschossigen, turmartigen, japanischen und chinesischen Bauwerken der Pagoden zu verdanken. Der mittelgroße Baum weist eine breite Baumkrone auf.

Punkt 9 – Weiter geht es nach EUROPA zur Sumach der Feuerblätter (Zumaque de hojas de fuego). Das aus Sumach gewonnene Gewürz wird in der Türkei zu vielen Speisen verwendet. Kurios ist, dass seine Samen nur keimen, wenn diese durch den Magen von Hasen, Fasanen und Rebhühnern gehen.

Punkt 10 – Die Europäische Zwergpalme (Palmito) ist eine Fächerpalme, die mehrstämmig wächst und eine Höhe von bis zu 6 Metern erreicht. An ihren Stielen weist sie essbare Knospen auf, die sogenannten Palmherzen.

Punkt 11 – Der Japanischer Sagopalmfarn oder Japanischer Palmfarn (Cyxa o palma sagú) stammt ursprünglich aus Asien (China und Japan) und ist dort in tropischen Gebieten heimisch. Die Zierpflanze findet man in vielen Gärten am Mittelmeer.

Punkt 12 – Weiter geht es zur Araukarie (Araucaria) nach Südamerika, die eine pyramidale Form mit 5 horizontalen Ästen aufweist, welche eine Art Etagen bilden. Jede Etage bildet dabei das Jahr dieses immergrünen Baumes ab. Der gerade Stamm wird häufig auch zum Bau von Bootsmasten verwendet. Unter der Gattung der Araukarien zählt man an die zwanzig Arten.

Quelle: Valencia für Deutsche – Araukarie

Punkt 13 – Der Birkenfeige oder Ficus benjamini (Laurel de la India) führt uns wieder nach Asien. Der immergrüne Baum kann eine Höhe von bis zu 15 Metern erreichen. Seine Früchte sind die Leibspeise vieler Vögel. Seine weite und verzweigte Baumkrone dient hervorragend zum Schatten spenden. In Kolumbien ist dieser Baum in Städten verboten, da seine Wurzeln die Abwassersysteme beeinträchtigen.

Quelle: Valencia für Deutsche – Ficus benjamini

Punkt 14 – Den Ursprung des folgenden Baumes finden wir in Südamerika, der Ceiba. Der Stamm bei jungen Bäumen ist grün und mit Stacheln bedeckt. Die Baumkrone ist geschmückt mit großen weißen und violetten Blüten. Die Frucht hat Haare, die an Baumwolle erinnern. Die Ceiba ist der Heilige Baum der Maya, der aufgrund der hohen Baumkrone, das erdische mit dem himmlischen verband. Der Caiba werden medizinische Eigenschaften nachgesagt.

Punkt 15 – In Asien, China, finden wir den Ursprung des Ginkgo (Ginkgo Biloba). Der Baum des Jahrtausends ist ein lebendes Fossil von etwa 250 Millionen Jahren. Er hat keine lebenden Verwandten und ist einzigartig auf der Welt. Ein Ginkgo, der sich ca. 1 km von der Explosion von Hiroshima entfernt befand, überlebte diese, indem er ein Jahr später wieder zu sprießen begann. Seither steht er als Symbol der Wiedergeburt, Hoffnung und Botschafter des Friedens. Eine Besonderheit stellen die fächerförmigen Blätter dar.

Punkt 16 – Der australische Flaschenbaum leitet seinen Namen von der Form seines Stammes ab, der an der Basis dicker ist und einer Flasche ähnelt. Australier essen die gerösteten Samen, die aus dem kanuförmigen Obst entstehen.

Punkt 17 – Die immergrüne Steineibe (Pino budista) verfügt über ein sehr wiederstandsfähiges Holz und weist so Termiten und Wasser ab. Sie wird in Japan bervorzugt zum Bau von Holzhäusern verwendet. Die roten Beeren dienen als Futter für Vögel. Mit fast 100 Jahren gehört die Steineibe zu den Ururgroßvätern unserer Baumroute.

Punkt 18 – Der Brachychiton discolor ist in Australien heimisch. Der imposante Baum kann bis zu 30 Metern hoch werden. Junge Bäume weisten meist eine grünliche Rinde auf, während ältere Bäume eine eher graue Rinde aufweisen. Der Stamm ist meist flaschenförmig. Die glockenartigen Blüten sind rot, pink oder magentafarben. Sein Holz wurde zur Herstellung von Schildern jeglicher Art verwendet.

Punkt 19 – Die Australische Eiche (roble australiano) ist aufgrund ihrer goldfarbigen Blüten auch als Goldener Kiefer bekannt. Die Blätter sehen aus wie eine Flamme. Die immergrüne, schnellwachsende Eiche kann bis zu 35 Meter hoch werden. Das Holz wird für Musikinstrumente und zur Möbelherstellung verwendet.

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