Leicht auf die Palme zu bringen?

Text von Berte Fleissig

11.000 Exemplare auf 1,5 km2 stehen im Palmenhain von Elche! Gleich danach nimmt Valencia nach Elche den Platz Zwei auf der Liste des “Palmenrekords” in der Comunidad Valenciana ein.

Hand aufs (Palm)herz: Wer von Euch fühlt sich nicht allein durch die vielen Palmen, die Valencia auszeichnen, so ein bßchen wie im (Dauer)Urlaub? Falls ihr dieses Urlaubsgefühl nicht (mehr) haben solltet, werft einen Blick auf diese 10 spannende PalmenFacts:

  1. Verwandte Arten waren schon vor etwa 70 Millionen Jahren in der Kreidezeit weit verbreitet. Die Familie enthält 183 Gattungen mit etwa 2600 rezenten Arten.
  2. Die Vertreter der Palmgewächse sind sehr vielfältig: Sie können klein, mittelgroß oder sogar sehr groß sein (Stammhöhe bis 60 m)
  3. Der Stamm ist „verholzt“. Er ist schlank bis massiv, sehr kurz bis sehr hoch, er kann kriechend, unterirdisch, kletternd oder aufrecht sein. Normalerweise ist der Stamm im oberirdischen Bereich unverzweigt, selten ist er dichotom verzweigt.
  4.  Die Blätter können mit Stacheln oder Borsten bewehrt sein, sie sind kahl oder verschiedenartig mit Schuppen und/oder Haaren besetzt.
  5.  Palmen-Arten sind weltweit in tropischen und subtropischen Gebieten verbreitet. Die größte Artenvielfalt findet sich in tropischen Regenwäldern; 
  6.  Die Früchte von rund 100 Palmenarten sind essbar (DattelpalmePalmyrapalme), von anderen deren Samen (KokosnussBetelnuss, Palmyrapalme). 
  7. Den essbaren Vegetationskegel bezeichnet man als Palmherz, aus dem Mark des Stammes einiger Arten lässt sich Sago gewinnen.
  8. Der Saft von Palmen – vor allem der Zuckerpalme – wird zur Herstellung von Getränken benutzt, aus ihm kann auch Zucker gewonnen warden. Durch Gärung entsteht Palmwein.
  9. In vielen Ländern sind Palmenarten das Grundmaterial für den Hausbau, wobei deren Stämme als Holz und die wasserabweisenden Blätter für die Dach-Eindeckung genutzt werden (Palapa).
  10. Aus Rotangpalmen (Calamus) werden Rattan-Möbel hergestellt.