Gut zu wissen – Teil 1

Denjenigen von euch, die schon lange in Valencia wohnen, sind wahrscheinlich die Gewohn- und Gepflogenheiten der Einheimischen vertraut. Für alle anderen gibt es jetzt ein paar nützliche Tipps um in Valencia gut durch den Tag zu kommen.

Tipp Nummer 1: Winken!

An den Bushaltestellen sieht man immer wieder verdutzte Gesichter von Touristen, die sich fragen, warum der Busfahrer gerade mit vollem Karacho an ihnen vorbeigerauscht ist, obwohl sie doch an der Haltstelle stehen. Für Denjenigen meist ärgerlich den Bus verpasst zu haben, für die Beobachter ein lustiges Schauspiel. Damit sich das nicht wiederholt, dem Busfahrer beim nächsten Mal einfach ein Handzeichen geben, dass man mitfahren möchte. Dann wird man auch hier in Valencia vom Busfahrer mit offenen Türen begrüßt.

Tipp Nummer 2: Orangen in der Stadt nicht von den Bäumen pflücken!

Valencia ist voll mit Orangenbäumen und da reizt es nicht nur manchen Tourist sich eine der süßen Früchte zu pflücken und zu essen. Achtung Fehler! In der Stadt sollte man dies tunlichst vermeiden, da es sich hier fast immer um Zierorangen zu Dekorationszwecken handelt. Spätestens beim ersten Biss mit bitterem Nachgeschmack wird einem klar, dass So keine Speiseorange schmecken sollte.

Tipp Nummer 3: Paella nicht abends essen!

Es hat seinen Grund, warum die Valencianer die Paella ausschließlich zu Mittag essen und das meistens am Sonntag im Kreis der Familie. Nach einer ordentlichen Portion Paella merkt man schnell, dass die Siesta dringend zur Verdauung nötig ist…

Tipp Nummer 4: Immer schön der Reihe nach!

In Valencia zieht man als Tourist schnell den Zorn der Leute auf sich, wenn man eine Sache genauso macht wie in Deutschland. Die Missachtung der Regeln beim Anstellen! Eigentlich sind die Valencianer ja nicht gerade dafür berühmt viele Regeln einzuhalten, aber beim Schlange stehen nehmen sie es ganz genau. Vordrängeln wird mit lautstarkem Protest und unverständlichen Blicken bestraft. Stehen mehrere Leute beim Bäcker oder bei der Post an, fragt man hier als erstes: el ultimo? (wer ist der Letzte?), um zu wissen, wann man dran ist. Eine ähnliche Situation kann sich im Supermarkt ergeben. Macht eine neue Kasse auf, bitte auf keinen Fall nach dem Prinzip „der Schnellste hat gewonnen“ handeln und zur neu geöffneten Kasse sprinten. Hier geht alles nach Ansage der Kassiererin „ en orden de la cola“ (in der Reihenfolge der Schlange) geordnet ab. Also das nächste Mal darauf achten, irgendein Tourist hat es bestimmt wieder ganz eilig…

Tipp Nummer 5: Bezahlt wird zusammen

Zusammen oder getrennt? Diese Frage vom Kellner bei der Bezahlung der Rechnung ist in Valencia so gut wie unbekannt. Hier gilt: Freunde oder Gruppen bekommen eine Gesamtrechnung und jeder bezahlt seinen Anteil. Dabei wird die Rechnung normalerweise einfach durch die Anzahl der Personen geteilt. Pfennigfuchserei ist mir noch nie untergekommen. Hier läuft das nach dem Prinzip: zahlt der Eine heute ein paar Euro mehr, ist der Andere beim nächsten Mal an der Reihe oder lädt ganz einfach zum nächsten Bier oder Kaffee ein.

 

Welche Tipps könnt Ihr Valencia Besuchern geben? Fehlt euch noch was in der Liste?

Schreibt uns, wir freuen uns über Eure Kommentare.

Euer Team von Valencia für Deutsche

 

One thought

  1. Befremdlich für uns als Deutsche ist sicher auch ein Krankenhausbesuch bzw. Aufenthalt. Spanier lassen ihre Kranken grundsätzlich nicht allein, so etwas wie Besuchszeiten im KH gibt es nicht. AucH nachts wacht immer mindestens ein Familienmitglied neben dem Patientenbett. Und bei der Entbindung sitzen normalerweise die zukünftigen Großeltern, Onkel, Cousinen etc. schon wartend vor dem Kreissaal.

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