La Pequeña Pastelería de Mamá
Hausgemachte Geburtstagskuchen, die Groß und Klein ein Lächeln auf die Lippen
zaubern, allerlei süßes wie herzhaftes Gebäck in einem Ambiente, das zum
Genießen einlädt und das alles ummantelt von argentinischer Herzlichkeit – das ist la
Pequeña Pastelería de Mamá, Café und Konditorei in unmittelbarer Nachbarschaft
zur Ciudad de las Artes y de las Ciencias.
von Dominik Brütting
Die Bedeutung eines besonderen Ortes
Die meisten von uns kennen ihn, diesen einen Ort, mit dem man etwas Besonderes
verbindet. Die Erinnerung an eine Begegnung, an einen bestimmten Abend oder ein
unvergessliches Ereignis. Eben diesen einen Ort, der niemals an seiner Strahlkraft
verliert und an den man jederzeit zurückkehren möchte. Genau diese Bedeutung hat
die Paste für uns, wie wir sie liebevoll nennen, nachdem wir sie 2019 entdeckt hatten
und nach unserem Umzug Jahre später wieder fanden.
Atmosphäre und Ambiente: Ein Ort zum Verweilen
Schneeweiße Holztische umranden unter einem Häuservorsprung die großen
Panoramafenster zu drei Seiten. Auf ihnen befinden sich kleine Blumenkübel, nicht
aufdringlich aber doch passend zum Ambiente, das einen förmlich zum Platznehmen
auffordert. An der Wand stehen ein kleines Bücherregal, ein Servierwagen sowie ein
paar ältere Fahrräder. Umschlossen wird die gemütliche Szenerie von großen,
grünen Pflanzen, die das mediterrane Bild vollenden.

Der Außenbereich und seine verspielten Elemente, die ein wenig an ein Bistro in
Paris erinnern, spendet reichlich Schatten und selbst bei starkem Wind oder
einsetzendem Regen kann man hier an der frischen Luft verweilen. Für die Kleineren
ist auch ausreichend Platz, neben viel Fläche zum Herumtoben gibt es zudem einen
Spielplatz in Sichtweite. Durch die Lage abseits der großen Straßen können Eltern
entspannt durchatmen.
Die Entwicklung der Pastelería: Von Verkaufsladen zum Café
Die Pastelería befindet sich im Stadtteil Cuatro Carreras, eingebettet von
Wohnhäusern und nur einen Steinwurf von der berühmten Stadt der Künste entfernt.
Zwischen hohen Gebäuden und vereinzelten Bäumen kann man bei einer Tasse
Kaffee einen Blick auf sie erhaschen. Ihren Ursprung fand die Konditorei und
Cafetería 2014, als die Familie nach einer geeigneten Ladenfläche in Valencia
Ausschau hielt, um den liebevoll gestalteten tartas von Mamá Susana ein Zuhause
zu geben. Ursprünglich war ein reiner Verkaufsladen geplant, doch aufgrund der
hohen Nachfrage der Kundschaft und der großen Fläche dachte man noch einmal
über eine Erweiterung des Konzepts hin zu einem Café nach. Zur großen Freude der
Kundschaft.
Herzlichkeit und Authentizität: Das Team hinter der „Paste“

So erzählt mir unsere Freundin Isa, die mit ihrem Mann und zwei Kindern seit
ungefähr 11 Jahren in unmittelbarer Nachbarschaft zur Paste wohnt, dass es damals an einem solchen Ort zum Entspannen und Abschalten in ihrer Ecke gefehlt hatte.
Und als schließlich die Renovierungen in dem Laden begannen und sie immer mal
wieder interessiert auf das Treiben blickte, stieg auch bei ihr die Hoffnung. „Als ich
aber erfuhr, dass es wohl nur ein Verkaufsgeschäft wird, konnte man mir die
Enttäuschung vom Gesicht ablesen“, berichtet sie und fügt dann grinsend an: „Aber
dann erzählte mir Lorena, dass es doch ein Café wird, mit Kuchen, Kleinigkeiten zu
essen und eben allem, was so dazu gehört, und ich konnte meine Freude kaum noch
verbergen.“
Lorena, die Tochter von Susana, führt die Pastelería zusammen mit ihrer Mamá und
ihrem Team. Authentizität, Herzlichkeit und Qualität sind ihnen wichtig, denn
schließlich soll sich jeder Gast bei ihnen wie zu Hause fühlen. Und so schwingt
einem beim Betreten der Paste ein herrlicher Duft von frischgebrühtem Kaffee und
warmen, hausgemachten Gebäck entgegen, gefolgt von einem herzlichen Lächeln
zur Begrüßung. „Es erinnert ein wenig an den salón meiner deutschen Großeltern,
ein warmer Ort der Geborgenheit“, ergänzt Isa meine Gedanken.
Kulinarische Vielfalt und handgemachte Köstlichkeiten



Im Inneren wird man von warmen, kräftigen Farben empfangen. Die Einrichtung ist
vielseitig mit einer Reihe von einzigartigen Akzenten und Details, die
unterschiedlicher nicht sein könnten und dennoch in ihrer Gesamtheit ein in sich
stimmiges Bild ergeben.
Bei der Auswahl ihrer Produkte wird auf hohe Qualität und Nachhaltigkeit geachtet, in
akribischer Kleinstarbeit werden Kuchen, Torten und Gebäck liebevoll in Handarbeit
hergestellt und auf Nachfrage individuell gestaltet. Das Angebot umfasst die
Möglichkeit zu Frühstücken und zu Brunchen und als kleine Highlights gibt es
Anekdoten der argentinischen Küche, wie hausgemachte empanadas argentinas und
ausgewählte Süßspeisen. „Man kann in unserem Angebot aber auch Einflüsse aus
der internationalen Küche finden“, erzählt Lorena. „Wenn wir etwas Spannendes
entdecken, ist es gut möglich, dass unsere Gäste es kurz darauf in unserer Theke
vorfinden.“
Ein Ort der Begegnung und Entspannung
La Pequeña Pastelería de Mamá ist ein Ort der Begegnung, aber auch eine Oase
der Ruhe, um dem hektischen Alltag ein wenig zu entfliehen. Sie lädt ein bei einer
Tasse Kaffee in einem Buch zu versinken oder einfach den Blick schweifen zu
lassen. Sie bietet digitalen Nomaden einen Arbeitsplatz zur kreativen Entfaltung,
kann aber auch für Feiern und besondere Anlässe genutzt werden. Ob ein Frühstück
mit der Familie oder ein kaltes Bier mit Freunden am Abend, hier ist wirklich für jeden
etwas dabei.
Ein zweites Zuhause: Die Gemeinschaft der „Paste“
In der Paste werden Freundschaften geschlossen, wie wir es selbst erleben durften,
und hierher möchte man stets zurückkehren. „Unsere Kinder sind hier aufgewachsen
und die Paste und unsere Freunde, die wir hier treffen, sind ein Teil unserer Familie,
die Cafetería unser gemeinsames Wohnzimmer“, erzählt mir Isa abschließend. „Es
ist ein schönes Gefühl zu wissen, dass, egal welchen Weg die eigenen Kinder einmal
einschlagen werden, sie hier immer einen Anker der Normalität vorfinden werden.“
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