Gut zu wissen – Teil 5

Das stille Örtchen

In den öffentlichen Toiletten der meisten Restaurants in Spanien betritt man das stille Örtchen und das Licht schaltet sich per Sensor an. Sehr praktisch wie ich finde. Nur  wie es sich automatisch entzündet, schaltet es sich nach gefühlten 2 Sekunden auch wieder automatisch ab. Häufig ertappe ich mich winkend und fuchtelnd auf der Toillete, um nicht völlig im Dunklen zu tappen. Sehr gewöhnungsbedürftig…

Achtung Radarkontrolle

Auf spanischen Autobahnen herrscht eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 120 km/h. Wer hier mit dem Auto unterwegs ist, ist wie in der Schweiz und in Österreich an die Begrenzung gebunden. Auch wenn man hier nicht rasen kann, geblitzt wird trotzdem. Das aber immer mit Ankündigung, Warnschilder warnen vor Blitzgeräten. Also in diesen Abschnitten besser Fuß vom Gas.

Stier auf der Autobahn

osborne-1802181_1920Erkundet man Spanien mit dem Auto, findet man am Autobahnrand hin und wieder eine ca. 14 Meter große Silhouette eines Stieres. Dieser wurde ursprünglich als Marketingmaßnahme des Brandys von Jerez der Gruppe Osbourne aufgestellt. Heute wird er vielmehr als Nationalsymbol gesehen. Man findet den Stier ca. 91 Mal in ganz Spanien verteilt.

Heimlichtuerei Fehlanzeige – Das Abenteuer Klingeln 

Wenn man zu einem Spanier nach Hause eingeladen wird, ist das Finden der Wohnungstüre gar nicht so einfach, wie es klingt. Langt bei uns die Hausnummer und der Name, benötigt man hier die exakten Koordinaten. An den Häusern findet man keine Nachnamen, sondern Nummern. Hat man die Hausnummer gefunden, beginnt die  Suche. Welcher Block A, B, C oder D? Nach dem Stockwerk sucht man nach den duchnummerierten Türen. Wenn man dann die richtige Klingel gefunden hat, weiß auch die komplette Nachbarschaft, dass man Besuch erwartet. Beim Klingeln hört man den Klingelton nicht nur in der Wohnung, sondern auch unten an der Haustür. Und zwar immer in beachtlicher Lautstärke. Beim Heimkommen des betrunkenen Nachbarssohn nachts um 5 Uhr besonders nervig… Etwas woran man sich auch nach etlichen Jahren in Spanien nur schwer gewöhnen mag.

Wo ist der Türöffner?

Will man das Haus verlassen, endeckt man sich häufig wieder suchend. Um die Ausgangstüre zu öffnen gibt es meist einen kleinen Knopf, der sich gefühlt immer wo anders befindet, um das Gebäude zu verlassen. Wenn dann auch wieder mal das Licht nicht funktioniert,  kann man nur hoffen, dass bald ein Nachbar zur Tür rein kommt.

Spanische Kinder: Von Zwillingskleidung, Ohrringen und Babyparfüms

Folgendes  ist wohl unter der Kategorie andere Länder, andere Sitten abzuspeichern:

  • IMG_1525Die Geburt eines Mädchens in Spanien hat bei der Mehrheit nach spätestens drei Tagen zur Folge, dass sie noch im Krankenhaus Ohrringe gestochen bekommt.
  • Spanische Kinder unterschiedlichen Alters werden oft wie Zwillinge gekleidet
  • In den Supermärkten findet man ein reichhaltiges Angebot an Babyparfüms (Colonias)

Nachnamen 

In Spanien behält man auch nach einer Heirat seinen Nachnamen. Bekommt das Paar Kinder, bekommt das Kind einen Doppelnachnamen. Traditionell zuerst den ersten Nachnamen des Vaters und als zweites den ersten Nachnamen der Mutter. Heißt der Vater mit Nachnamen also z. B. Gonzalez Garcia  und die Mutter Perez Lopez bekommt das Kind den Doppelnamen Gonzalez Perez. Heutzutage ist es aber auch möglich die Reihenfolge zu ändern.

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