Gut zu wissen – Teil 9

Was ist eigentlich mit den Eiern los? Ist euch schon aufgefallen, dass es in den meisten spanischen Supermärkten keine weißen Eier gibt? Habt ihr euch jemals gefragt warum das so ist? Den einzigen Supermarkt, den ich ausfindig machen konnte, ist Consum, bei dem es weiße Eier gibt. Natürlich gibt es einige Bioläden, bei denen man auch fündig werden kann. Was ist mit den Hühnern los? Legen sie keine weißen Eier mehr? Wir sind der Sache mal auf den Grund gegangen:

Laut einem Artikel der Zeitung “El Periodico” aus dem Jahr 2017 heißt es „Adiós a los huevos blancos“ und willkommen in der Welt der einfarbigen braunen Hühnereier. Vor einigen Jahren wurden noch weiße und braune Eier angeboten. Die weißen waren schon immer die günstigeren und diejenigen mit geringerer Qualität, heißt es im Artikel. 90% der mehr als 6.000 Millionen Eier, die in Spanien jährlich verzehrt werden, sind braunfarbig, die restlichen 10% sind weiße Eier. Vor 20 Jahren war dies noch umgekehrt. Was zu diesem Trend beigetragen hat ist wohl, dass der Verbraucher denkt, dass das braune Ei vom Bauernhof abstammt, es somit als ökologischer ansieht und daher annimmt, dieses sei gesünder. Defekte und Schmutz fallen in den weißen Eiern mehr auf und gefällt dem Konsumenten ebenfalls nicht. Ein weiterer Grund liegt wohl darin, dass Hühner, die braune Eier legen, produktiver sind und somit die anderen ersetzt haben. Vergleicht man weiße mit braunen Eiern sind letztere meist größer, was ebenfalls dazu führt, dass der spanische Verbraucher diese favorisiert. 

(Quelle: https://www.elperiodico.com/es/sociedad/20150512/adios-a-los-huevos-blancos-4178047)

Pelota valenciana – Dieses Sportart ist wohl typisch valencianisch oder habt ihr in Deutschland jemals davon gehört? Pelota valenciana ist eine traditionelle Ballsportart, in der ein kleiner Ball, eine Art Gummiball, mit der bloßen Hand oder mit einem Handschuh über ein Seil, das in einer Höhe von zwei Metern befestigt ist, in das gegnerische, gegenüberliegende Feld geschossen wird. Hierbei können zwei oder mehrere Spieler eine Mannschaft bilden und gegeneinander antreten. Die Sportart kann in verschiedenen Räumen ausgeübt werden. Die wohl bekannteste Variante ist unter dem Namen Trinquet bekannt. Dies wird in einem geschlossenen, rechteckigen Raum mit einer Länge von vierzig bis sechzig Metern und einer Breite von neun bis elf Metern gespielt. Gezählt wird dabei ähnlich wie beim Tennis, 15, 30 Val und Joc. Der Ball darf nur mit der Hand gespielt und es darf kein anderes Körperteil berührt werden.

Briefkästen – Die meisten Briefkästen, vor allem in Stadtwohnungen, befinden sich im Hauseingang. Meist läutet der Postbote den ganzen Wohnblock an, in der Hoffnung, dass ihm jemand die Tür öffnet und er seine Arbeit verrichten kann.

Anstoßrituale – Beim Anstoßen schaut man sich in die Augen. So zumindest kennen wir das aus Deutschland. Sonst erwartet einen das ein oder andere Unglück oder zumindest 7 Jahre schlechter Sex. Ob das wirklich so ist, sei mal dahingestellt, aber wer will es schon darauf ankommen lassen? Hier in Spanien scheint diese Sorge wenig verbreitet zu sein. Oft wartet man vergeblich darauf, dass einem sein Gegenüber in die Augen schaut. Sobald man dem Spanier aber vom deutschen Aberglauben berichtet hat, ist auch hier der Augenkontakt garantiert;-)

Kein Pfand für Plastikflaschen – Wo der ein oder andere in Deutschland schon mit Plastikpfandflaschen eine kleine Summe ansparen konnte, ist in Spanien nichts zu holen. Hier werden diese Flaschen noch in die dafür vorgesehene Mülltonne geschmissen. Was denkt ihr? Wann kommt in Spanien ein Pfandflaschengesetz? Kommt es überhaupt?

Schorle – Eines meiner Lieblingsgetränke! Apfelsaftschorle, Johannisbeersaftschorle oder auch Mangosaftschorle. Das typische Erfrischungsgetränk, sehr beliebt bei uns Deutschen, ist hier wenig bekannt. Wenn ich im Restaurant eine Schorle trinken will, dann muss ich hier meist zwei separate Getränke bestellen und mich dann selbst ans Mischen machen.