Julia Grace – freie Trauung und Taufe in Valencia

Heute haben wir die wunderbare Gelegenheit, mit Julia zu sprechen – einer leidenschaftlichen Traurednerin, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, jede Hochzeit zu einem einzigartigen und unvergesslichen Erlebnis zu machen. Julia bringt nicht nur jede Menge Herzblut in ihre Arbeit, sondern auch eine außergewöhnliche Fähigkeit, die Geschichten der Paare auf liebevolle und authentische Weise zu erzählen. In unserem Interview verrät sie uns, was sie inspiriert hat, Traurednerin zu werden, wie sie ihre Zeremonien gestaltet und welche besonderen Momente ihr bisher als Traurednerin begegnet sind.

Was hat dich dazu inspiriert, Traurednerin zu werden, und wie hat deine Reise in dieser Branche begonnen?

Ich bin in den Zeiten von Linda de Mols „Traumhochzeit“ aufgewachsen und habe schon als Kind immer alles geliebt, was mit Hochzeiten und vor allem Trauungen zu tun hatte. In der Schulzeit kam dann hinzu, dass ich öfter Veranstaltungen moderieren durfte und festgestellt habe, dass ich gerne vor Menschen rede. Als mich meine Cousine 2017 gefragt hat, ob ich für ihre Trauung die Rede halten möchte musste ich nicht lange darüber nachdenken. Das war meine erste Trauung und mir war sofort klar, dass ich meinen Traumberuf gefunden habe. 2018 habe ich dann mithilfe eines befreundeten Trauredners meine ersten Brautpaare bei ihren Trauungen begleitet und seitdem nie wieder damit aufgehört. Ich liebe einfach alles an diesem Beruf – die unterschiedlichen Menschen, denen ich begegne, die individuellen Geschichten, die ich hören darf. Für mich gibt es nichts Schöneres.


Wie würdest du deinen Stil als Traurednerin beschreiben, und was zeichnet deine Zeremonien aus?

Mein Stil ist sehr natürlich, wenn ich eine Traurede halte hört sich das nicht unbedingt anders an, als wenn ich mit einer Freundin ein tiefgründiges Gespräch führe. Ich rede am liebsten frei, auch wenn ich die Rede zur Sicherheit immer ausgeschrieben vor mir liegen habe. Ganz wichtig ist mir zudem, dass während der Zeremonie jede menschliche Emotion ihren Platz hat – da darf gelacht werden wenn der Bräutigam bei seinem Heiratsantrag feststellt, dass er den Ring vergessen hat und geweint werden, wenn das Paar während der gemeinsamen Geschichte einen lieben Menschen verloren hat. Keine Zeremonie ist wie die andere – sie spiegelt immer die beiden Menschen wider, die ich vor mir habe und das in all ihrer Einzigartigkeit und Individualität.  

Was ist dir besonders wichtig, wenn du mit einem Paar zusammenarbeitest?

Dass sie sich wirklich wohl bei mir fühlen. Ich betone auch wie wichtig das ist, wenn wir uns beim ersten unverbindlichen Gespräch kennenlernen. Es muss ein Gefühl von Vertrauen und auch Verbundenheit da sein, denn nur dann kann man sich als Paar vor seiner Traurednerin oder seinem Trauredner öffnen und die Rede kann besonders persönlich werden. Wir gehen einen Stück Weg gemeinsam und ich fühle mich meinen Paaren sehr verbunden – zu vielen habe ich auch jetzt, Jahre später, immer noch Kontakt und darf miterleben, wie sie sich ihre gemeinsamen Träume erfüllen und oft auch Familien gründen. Das ist etwas sehr Besonderes.

Was unterscheidet dich von anderen Traurednern?

Ich denke wir bringen alle unsere eigene Persönlichkeit, unseren eigenen Redestil und unsere eigenen Erfahrungen mit – das macht uns Trauredner*innen einzigartig und so hat jedes Paar die Möglichkeit, die für sich richtige Person zu finden. Ein großer Teil meiner Arbeit ist es auch, mehrsprachig und interkulturell zu trauen. Dank meiner Sprachkenntnisse in Französisch, Englisch und Spanisch durfte ich bereits mit vielen internationalen Paaren Trauungen gestalten und deren Kulturen und Sprachen miteinander vereinen. Ich reise auch mit meinem Paar zu dem Ort, an dem sie gerne heiraten möchten – egal ob in Spanien, Deutschland oder überall sonst auf der Welt.

Gibt es besondere Rituale oder Elemente, die du gerne in Zeremonien einbaust?

Ja, ich liebe es, individuell auf ein Brautpaar zugeschnittene Rituale und Elemente einzubauen. Manchmal sind das ganz Klassische wie das Entzünden der Hochzeitskerze, einen Baum pflanzen oder verschiedenfarbigen Sand ineinander schütten, was für Unzertrennlichkeit steht. Und ganz oft passiert es auch, dass das Paar etwas ganz Einzigartiges verbindet, wie beispielsweise die Liebe zum Jenga Spielen. Da haben wir dann selbst angefertigte Jenga Holzteile von den Gästen beschriften lassen und daraus einen Jengaturm gebaut. Der Fantasie des Paares sind wirklich keine Grenzen gesetzt und ich stehe den beiden da gerne immer mit Ideen und Vorschlägen zur Seite. Ganz wichtig ist mir auch, die Familie und Freunde mit einzubeziehen – sowohl in der Trauung selbst als auch vorab in Telefonaten und Gesprächen. Eine andere Perspektive auf das Paar zu bekommen ist sehr wertvoll.

Was war der witzigste Moment, den du bei einer Hochzeit als Traurednerin erlebt hast?

Spontan muss ich da an eine deutsch-amerikanische Trauung denken, bei der der Hund der Ringträger war. Er wurde hinten von einem der Trauzeugen mit den Ringen losgeschickt und sollte zum Brautpaar laufen – er war aber nicht ganz so motiviert schnell dort anzukommen und hat einen ziemlich großen Umweg genommen. Das hat für ganz viel Gelächter gesorgt und gezeigt, dass eben auch solche Momente eine Trauung ganz besonders machen können.

Welchen Rat würdest du Paaren geben, die sich für eine freie Trauung interessieren?

Wunderbare Entscheidung – vor euch liegt ein aufregender Weg. Der wichtigste Schritt ist eine Traurednerin oder einen Trauredner zu finden, die oder der genau zu euch passt. Dafür ist es ganz gut, sich ein paar Gedanken vorab zu machen: Was genau ist euch wichtig? Soll eure Trauung mehrsprachig sein? Habt ihr einen religiösen Background und wünscht euch jemanden, der auch das integrieren kann? Ihr müsst aber nicht alles vorab wissen – gute Trauredner*innen helfen euch dabei, eure eigenen Antworten auf alle wichtigen Fragen zu finden.  

Wie gehst du auf die individuellen Bedürfnisse der Paare ein?

Die individuellen Bedürfnisse eines Paares sind genau das, was eine freie Trauung „frei“ macht, nämlich gestaltet nach ihren eigenen Wünschen und Vorstellungen. Egal ob kurze oder lange Trauung, klassisch oder ausgefallen (ich hatte beispielsweise schon einmal eine „Great Gatsby“ Themenhochzeit für die wir alle verkleidet erschienen sind), mit Musikern oder Musik von der Anlage – herauszufinden was ein Brautpaar für sich möchte ist für mich das Wichtigste und dann gilt es, das genau so umzusetzen. Das gehört genauso zu meiner Aufgabe wie die Rede zu schreiben. Am Schluss ist es entscheidend dass sich ein Paar zu 100% in der Gestaltung und dem Inhalt der Trauung wiederfindet.

KONTAKT

Tel.: +49 176 / 37339544

E-Mail: info@julia-grace.com

Webseite: https://www.julia-grace.com/deutsch


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